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Posts Tagged ‘Einsamkeit’

Meine lieben Blogleser-Freunde!
Ich weiß nicht recht, wie ich anfangen soll, da sich die Ereignisse und folglich auch meine Gedanken überschlagen.

Ich bin erst seit dem 4. September wieder zurück auf wordpress.com, wieder zurück aus der Depression, der Isolation, doch ich fühle und ich weiß genau, diese paar Tage haben mehr bewegt, als die letzten Monate. Das Philosophieren, das Sinnieren, wofür ich hier Platz habe, erlaubt meinen Gedanken sich zu ordnen, ich fühle, das bringt mich voran. Der geistige Austausch mit euch ist mir eine große Freude und ich fühle, das gibt mir sehr viel Kraft, eure hohen Schwingungen kommen bei mir an und bringen noch mehr Steine ins Rollen, als ohnehin schon. Eure Kommentare sind Inspirationen und wertvolle Geschenke für mich, ihr reicht mir eure Hände, helft mir, mich mehr und mehr in Richtung Licht und Liebe zu begeben. Aber auch eure Einträge in euren Blogs sind für mich enorm bereichernd und bringen mich vorwärts. Ich kann nur sagen: Ein Dankeschön aus tiefstem Herzen für Alles!

Danke, Thank you, Thanks a lot, Thank you very much, Thanks, THX - made by Susanne Müllner

Heute morgen habe ich Stunden damit verbracht, die Channelings auf Heike Leandra’s Blog „Lichtperlen“ zu lesen. Darunter sind auch Botschaften von Jesus Christus. Ihr wisst, ich verspüre für gewöhnlich Abneigung gegen Alles, was mit der katholischen Kirche zu tun hat. Dieses Mal war es anders. Unvoreingenommen habe ich die Botschaften gelesen und wahrlich angenommen, sie erreichten mein Herz. Ich habe gelesen, dass ich nur um Hilfe bitten muss, damit ich sie bekomme. Also habe ich meine Hände gefaltet und zum ersten Mal seit ich weiß nicht wievielen Jahren wieder gebetet. Ich habe die Augen geschlossen und einfach gesagt „Jesus, bitte hilf mir„, dann habe ich ihm gesagt, welche Hilfe ich wünsche.

Ihr wisst das vielleicht nicht, aber ich habe Wachträume, in denen ich Traumsymbole sehe. Meist wenn ich aufgeregt bin, habe ich sie, die Botschaften sind immer guter Natur, sie beruhigen mich und wirken meinen gedanklichen Horrorszenarien entgegen. Als ich heute Morgen da saß und betete, da hatte ich wieder so einen Wachtraum, ich sah Jesus und einen Engel an seiner Seite. Ich hatte natürlich auch das Bild vor Augen, wie es uns die katholische Kirche eingeprägt hat, aber vielmehr sah ich ihn als ein strahlendes Licht, und spürte ihn als eine unermessliche Quelle unsagbarer Liebe.

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Heute ist Sonntag. Eigentlich hätte ich gestern ein paar Erledigungen machen sollen, aber ich kam nicht dazu. Welch ein Glück, dass der Linzer Hauptbahnhof die Möglichkeit bietet, auch am Sonntag das Nötigste einzukaufen… und nicht nur das.

In der Trafik – ich bin ja nach wie vor eine Raucherin, auch wenn ich eine von den milden Sorten rauche (Casablanca white) – ich wollte mir gerade 2 Packerl besorgen, damit ich für die nächsten Tage gerüstet bin, da fallen mir neue schöne Feuerzeuge auf, schillernde Farben lila, türkis mit goldenen Symbolen, darauf.

Mein neues Feuerzeug

Mein neues Feuerzeug

Da ich besonders schöne Feuerzeuge sammle, kaufte ich mir eines mit einem stilisierten, goldenen Kreuz darauf. Der Ständer mit diesen farbenprächtigen Feuerspeiern mutete schon etwas – ich möchte es mal plump ausdrücken – „krass“ an, die Symbole reichten vom einen Ende des Spektrums an Glaubenssymbolen zum Anderen. Engelsflügel neben einem Teufel, Feuer neben einem Kreuz, Schönes neben Schrecklichem, güldene, filigrane Muster, handwerklich gut gemacht, eigentlich schön anzusehen, doch dazwischen ein schauerlicher Totenkopf.

Man sagt von uns Menschen, wir hätten keinen Glauben mehr, wir hätten uns verloren in einer Welt des Konsumrauschs. Haben wir wirklich den Glauben verloren? Kann das sein, wo uns doch so viele Symbole des Glaubens umgeben? Oder sind wir wirklich schon so abgestumpft, dass sie keinerlei Bedeutung mehr für uns haben, dass sie nur mehr ein Konsumgut sind, dass wir schnell mal kaufen?

Ich gebe zu, diese Welt mag kalt, grau, technologisiert, ja gar herzlos wirken. Eine Konsumgesellschaft, Technologieverliebt, von Kapitalismus und Machtgier regiert… gar aus dem Glauben geführt? Verbrauchte, kalte Welt? Tote, herzlose Seelen? Die in sich keinen Funken Glauben mehr tragen? Die so verloren sind? Nein, das glaube ich nicht, wir mögen vom Pfad abgekommen sein, aber wir sind immer noch Menschen. Solange ein Mensch ein Mensch ist, wird er immer Hoffnung und Glaube in seinem Herzen tragen, da bin ich mir ganz sicher.

Vielleicht ist das, was uns fehlt nicht der Glaube, sondern die menschliche Nähe. Es fühlt sich immer wie Brachland an, wenn man einsam ist, kalt, grau, tot. Wir sind nicht abgestumpft, wir sind sehr empfindsam, wir sind nicht tot, wir leben, wir sind nicht verloren, wir glauben. Gut, wir sind auf der Suche, das mag uns so wirken lassen, als wären wir im Geiste ganz woanders, wie weggetreten, ferngesteuert, Zombies. Wir sind auf der Suche… nach uns, nach einander, wir brauchen die Nähe, um uns nicht verloren zu fühlen. Es ist doch so, wie auf diesem Bild:

Rote Knospen

Jeder meint, sich selbst am Besten zu kennen. Die anderen sind für ihn ein Buch mit sieben Siegeln, eine Rose, die sich nicht öffnet, nur eine Knospe, kein Mensch, der nur neben ihr her lebt und nicht auf sie zu geht, weiß, was sich in ihr verbirgt. In ihr könnte sich der treueste, hoffnungsvollste Anhänger eines Glaubens befinden, ein Herz, das lebt. Das ist so ein bisschen unser Problem auf der Welt, wir leben nebeneinanderher, aber lernen uns oft nicht näher kennen. Da muss man sich ja alleine fühlen, da muss man sich ja verloren fühlen, wenn man umgeben von Unbekannten ist, wenn man um sich keinen Seelenverwandten hat. Und wenn wir uns erst näher kommen würden, uns öffnen würden, dann würden wir erkennen, dass wir alle uns Seelenverwandte sind.

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Centered Living

Wie ich schon zweimal geschrieben habe (hier und hier – bin eine Wiederholungstäterin), machen die Kontraste das Leben spannend, machen es schön. Aber ich glaube auch, für uns Menschen wird das manchmal zum Verhängnis. Jeder Mensch trägt in sich alle Gegensätze, die es gibt. Und jeder Mensch positioniert sich zu jedem Gegensatz anders.

Wenn wir der Einfachheit halber die Gegensätze imaginär mit einem Balken verbinden und den Mensch als Schieberegler visualisieren, dann sehen wir, dass bei jedem Menschen, bei jedem Gegensatz der Schieberegler an einer anderen Stelle ist. Dieser Schieberegler kann durch Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung verschoben werden, aber er ist bei jedem Menschen anders eingestellt.

In der Summe sind wir also nicht nur ein Kollektiv aus Gegensätzen, sondern so wenig auf einen Nenner zu bringen, wie wir uns einig sind in unseren Meinungen, das ist unsere Einzigartigkeit. Und wir sind wahrlich einzigartig, jeder Menschen mit seinen einzelnen Positionen zu den einzelnen Gegensätzen.

Der Knackpunkt

Was ich meine ist, dass wir Menschen gar nicht mit einer Stimme sprechen können, denn jeder Mensch hat seine eigene Stimme. Ich glaube, das ist der Grund, warum uns globales Zusammenarbeiten so schwer fällt, warum es uns so schwer fällt, Dinge zu verändern, diese Welt zu verändern, Dinge zum Besseren zu wenden. Wir haben viele Probleme als Menschheit zu lösen, doch weil jeder getreu seiner Positionierung eine eigene Meinung hat, kämpft jeder alleine dagegen an, es gibt Vernetzung, freilich, aber das reicht noch nicht aus.

Selbst wenn sich viele Menschen zu Gruppen zusammenfinden, die die gleichen Interessen haben, hat dennoch jeder seine eigene Meinung, und es gibt viele andere Gruppen. Wir ziehen nicht an einem Strang, wir haben das geflochtene Seil wieder entflochten, jede Gruppe, jeder Mensch zieht an einem Teil daran, aber nicht in eine Richtung, sondern in andere Richtungen, gemäß der Positionierung.

Wir können die Welt nicht zum Besseren ändern, solange wir uns selbst nicht ändern. Wie heißt es doch so schön?

Wenn du dir eine Veränderung wünscht, fange bei dir selbst an.

Und das ist wahr, das ist das, was wir tun müssen.

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